Es wird immer von Seiten der Kommunalpolitik behauptet, dass z.B. eine 30 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung für Landstraßen grundsätzlich nicht machbar sei.
Oder dass es keine Querungshilfen geben kann.
Hier aber einige Beispiele, dass es wohl doch geht!

Zum Beispiel die L 261 von Altendorf nach Meckenheim.
Fährt man auf die T-Kreuzung in Meckenheim zu (L 163 von Gelsdorf kommend) sieht man folgendes:

  1. Das Ortsschild Meckenheim (Zeichen 310)
  2. Das Hinweisschild 30 km/h Höchstgeschwindigkeit (Zeichen 274) in Verbindung mit dem Hinweisschild Fußgänger (Zeichen 133)
  3. Das Vorfahrtachtenschild mit dem Zusatz nach 30 m STOP (Zeichen 205) + (Zeichen 1004-32) + (Zeichen 1000-32)
  4. Das Stoppschild, beidseitig der Straße (Zeichen 206)
  5. Da dort eine Straßeninsel ist, noch ein Schild, dass man rechts an der Insel vorbei fahren soll (Zeichen 222-20).

Dann erst kommt die Querungshilfe für Fußgänger und Fahrradfahrer.
9 Schilder auf ca. 200 m! Geht doch!!!

Zum Beispiel Swisttal-Morenhoven.
Fährt man durch Morenhoven in Richtung Heimerzheim die L 163 sind die letzten ca. 200 m mit 30 km/h zu fahren (Zeichen 274). Warum? In diesem Bereich gibt es kaum oder gar keine Bürgersteige. Und da ist KEINE Schule! Diese L 163 wird u.a. viel von Bussen, Traktoren, LKWS und der Bundespolizei befahren.
Geht doch!!!

Zum Beispiel Swisttal-Heimerzheim.
Die Kreuzung Kölner Straße/Vorgebirgsstraße ist in einen Kreisverkehr umgebaut worden. LKWs und Busse fahren mittendurch, PKWs kurven ordnungsgemäß. Dieser Kreisverkehr ist über alle vier Zufahrten mit den Zeichen 205 (Vorfahrt achten) und 215 (Kreisverkehr) versehen.
Geht doch!!!

Da fragen sich doch die mündige Bürger/innen von Altendorf-Ersdorf: “Und warum geht das bei uns alles nicht“?
Auch hier gibt es sehr schmale oder fast gar keine Bürgersteige.
Auch hier möchten Fußgänger die Rheinbach Straße relativ gefahrlos überqueren können, z.B. zum Gottesdienst oder Sportplatz bzw. umgekehrt zur Schule, Kindergarten, Mehrzweckhalle.
Auch hier möchten die Schulkinder gefahrlos zu ihren Schulen kommen. Sei es die Grundschule in Altendorf oder die weiterführenden Schulen in Meckenheim und Rheinbach über die Bushaltestellen.
Auch hier möchten Mütter mit ihren Kinderwagen gefahrlos von einem Ort zum anderen kommen.
Auch hier möchten alte und gebrechliche Menschen mit ihrem Rollator einmal vor die Haustür und jemanden besuchen oder sonstige Erledigungen vornehmen.

Heinz J. Büsgen (für BI-L471)

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